Komponist Victor Schätzle * 1987, aus 88450 Berkheim

Standort: Gedenkstein am Kurhaus Bad Wurzach

Victor Schätzle würdigt mit seinem Stück „Wallingford“ die seit dem Jahr 2000 bestehende Städtepartnerschaft zwischen Wallingford (England) und Bad Wurzach.

Das Stück erinnert im ersten Teil an einen typisch englischen Marsch. Im zweiten Teil erklingt ein bei uns beliebtes Choralmotiv. Somit baut das Werk eine musikalische Brücke zwischen den Städten und soll all jene bestärken, die sich für eine Völkerverständigung einsetzen.

Musik kennt bekanntlich keine Grenzen. So kann das Stück über Sprachbarrieren hinweg von Musikern beider Partnerstädte gespielt werden.

Programmnotiz von Viktor Schätzle:
„Eine Stadt, ein Dorf, eine Region oder ein Land können mit vielen Sehenswürdigkeiten aufwarten. Die meisten davon sind kultureller historischer oder kulinarischer Natur.

Ins Hintertreffen geraten bei so vielen Attraktionen oft die Partnerschaften zwischen zwei Kommunen, die vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind und damit eine nicht ganz unwichtige Rolle bei der Sicherung des Friedens spielen. Die noch vor 1945 verfeindeten Engländer oder Franzosen, schlossen mit den deutschen Friedenspakte. Dazu zählen auch die vielen Städtepartnerschaften. Man trifft sich, tauscht sich aus oder hilft sich gegenseitig, wie die aktuelle Flutkatastrophe im Ahrtal zeigt. Die seit dem Jahr 2000 bestehende Partnerschaft zwischen Bad Wurzach und Wallingford existiert bis heute auch nicht zuletzt deswegen, weil viele Menschen, hier und auch auf der anderen Seite des „Kanals“ sich dafür einbringen.

Musik kennt bekanntlich keine Grenzen. So kann das Stück von beiden Städten gespielt werden, ohne dass man der jeweiligen Sprache des anderen mächtig ist. Hier wird musikalisch eine Brücke gebaut und soll all jene bestärken, die sich in Zeiten der Isolation und zunehmenden Egoismus für die Völkerverständigung einsetzen!

Das Stück gliedert sich in zwei Teile und bewegt sich durch drei Tonarten. Beginnend in Es-Dur, wechselt es bereits nach 15 Takten nach As-Dur und lässt dabei das typische an England erinnernde Marsch-Motiv in nahezu allen Stimmen einmal aufkommen, bevor alles in einen ruhigen Choral mündet. Zum Abschluss wird der erste Teil wiederholt bevor das Stück in einer festlichen Coda sein Ende findet.

Der zweite Teil stellt dabei ein Kontrast zum ersten und letzten Teil dar. Während Teil 1 eine englische „Note“ erhält, ist der zweite Teil ein Choral, der im katholisch geprägten Süddeutschland, zu der auch die Region um Bad Wurzach zählt, eine oft wiedergegebene Musikform ist. Musikalisch wird demnach eine Verbindung zwischen dem ersten Teil für Wallingford in England und dem zweiten Teil für Bad Wurzach hergestellt.“

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