Komponist Peter Schad *1952, aus 88410 Bad Wurzach

Standort: Klosterplatz Bad Wurzach

Auf dem Klosterplatz verweilen und den Klängen der Stadtkapelle lauschen.
Der Beginn des Werkes stellt musikalisch die Szenerie des kleinen Flusses (die Ach) dar. Dann schweift der Blick über den altehrwürdigen Klosterplatz, dargestellt durch Bläserklänge. Eine Paraphrase über das Kirchenlied „Lobt froh den Herrn (Hans Georg Nägeli, Schweiz, um 1800) bildet den Hauptteil der Komposition. Pauken und Trompeten vermitteln Größe und Glanz. „Lobt froh den Herrn“, eine Botschaft, die seit Jahrhunderten von diesem Platz ausgeht.

Programmnotiz von Peter Schad:

„Es ist schon einigermaßen verwunderlich, dass in Wurzach Kloster und Kirche sich außerhalb der Stadtmauer befinden; außerhalb der Stadtmauer, von der heute allerdings fast nichts mehr zu sehen ist. Während in den allermeisten Städten die Kirchen das Zentrum bilden, ist es bei uns das fürstliche Schloss, das den Stadtkern dominiert. Es ist anzunehmen, dass der Klosterplatz längst nicht diese großen Dimensionen hätte, wenn er in der Enge der Stadt angelegt worden wäre. Zum Klosterplatz gehört zunächst mal auch die Ach; der kleine Fluss, der kaum das Wurzacher Ried hinter sich gelassen hat, eine wahre Idylle der Natur. Im glasklaren Wasser (von dem wir hoffen, dass es einigermaßen unbelastet ist von Nitraten u.s.w.) tummelt sich eine muntere Tierwelt von Fischen und Vögeln in einer reichlichen Botanik. Diese Szenerie bildet den Anfang der vorliegenden Komposition. Sie wird unterbrochen durch die Eindrücke vom altehrwürdigen Klosterplatz. Blechbläserklänge im Pavanenrhythmus künden vom unaufhörlichen, permanenten Fortschreiten der Zeit. Was mag auf diesem Platz im Laufe der Jahrhunderte alles geschehen sein? Wie unterschiedlich mögen die vielen Generationen von Menschen ihn erlebt haben? Wir sind nur ein kleiner Teil der Geschichte und können nur unsere Eindrücke beschreiben. Spätestens mit dem Blick auf die St. Verena-Kirche bekommt der Klosterplatz dann eine religiöse bzw. sakrale Dimension. Wie eine überdimensionale Madonna überragt sie majestätisch das gesamte Areal, nicht nur Klosterplatz und Ach-Idylle, sondern große Teile der Stadt. Pauken und Trompeten vermitteln Größe und Glanz. Eine Paraphrase über das Kirchenlied „Lobt froh den Herrn“ bildet den Hauptteil der Komposition. Von Hans Georg Nägeli, einem Schweizer Komponisten um 1800, stammt die Melodie dieses Kirchenliedes. Er gilt in seiner Heimat als ein bedeutender Wegbereiter des Chorgesangs. „Lobt froh den Herrn“ – eine Botschaft die seit Jahrhunderten vom Klosterplatz ausgeht.

Seit der Platz vor einigen Jahren aufwendig und lange renoviert worden ist, gehen die Meinungen über ihn in der Bevölkerung teilweise weit auseinander; die Diskussionen wollen kein Ende nehmen: Den einen ist er zu groß, anderen gar zu klein; die einen sonnen sich an schönen Tagen in seinem Licht, andere wünschen sich mehr Schatten.

Ich kann nur sagen: Mir gfällt´r“

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